192-0205 „Die Hoffnung stirbt zuletzt - Den Opfern ein Gesicht geben“ Die Zeitzeugin Halina Birenbaum berichtet.

Beginn Di., 28.01.2020
Ende Di., 28.01.2020
Uhrzeit 10:00 - 12:15 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Termin
maximale Gruppengröße 100
Unterrichtsstunden (à 45 Min.) 3
Kursleitung Halina Birenbaum
Bitte mitbringen keine Materialien erforderlich

Halina Birenbaum wurde 1929 in Warschau geboren, ihre Jugend musste sie im Warschauer Ghetto und in den Konzentrationslagern Majdanek, Auschwitz und Ravensbrück verbringen. Als sie 1945 befreit wurde, war sie 15 Jahre alt.
Sie kehrte nach Warschau zurück und fand dort ihren Bruder, den einzigen Überlebenden ihrer Familie. Der Kontakt zu einer Kibbuzgruppe, die sich auf die Ausreise nach Palästina vorbereitete, führte Halina Birenbaum 1947 nach Israel.
Mitte der sechziger Jahre erschien ihr erstes Buch „ Die Hoffnung stirbt zuletzt“, in ihrer Muttersprache polnisch, es folgten schnell die englische und deutsche Übersetzung des Buches. Das Leben und der Tod in der Besatzungszeit, das Martyrium der polnischen Juden in den Ghettos und in den Konzentrationslagern sind das Hauptthema von Halina Birenbaum.
1986 kehrte sie erstmals nach Auschwitz zurück, in den folgenden Jahren wurden ihre Besuche in Polen häufiger; als Zeitzeugin arbeitete sie mit den pädagogischen Mitarbeitern in Auschwitz zusammen. Seit einiger Zeit nimmt sie die Aufgabe der Sprecherin des Komitees der Auschwitz-Überlebenden wahr.
Der ersten Reise nach Deutschland 1989 folgten viele weitere, besonders auch an Schulen, denn ihre Erfahrungen möchte sie besonders an junge Menschen weitergeben. Im Mittelpunkt ihrer Erzählungen steht der Überlebenskampf im Warschauer Ghetto und in Auschwitz. Diese Orte nehmen in den Veranstaltungen mit Halina Birenbaum ebenso konkrete Gestalt an, wie die in den Vernichtungslagern ermordeten Angehörigen ihrer Familie.
Den Opfern ein Gesicht zu geben, ist das zentrale Ziel Halina Birenbaums. Ihr Bericht, ihre Antworten auf viele Fragen, die – vor allem mit Blick auf die in ihren Unterarm eintätowierte Nummer – nicht einfach zu stellen sind, lassen die Vergangenheit auf eine Weise lebendig erscheinen, wie es ohne Zeitzeugen nicht mehr möglich sein wird. Gleichzeitig überzeugt diese kleine energische Frau in ihrem Überlebensmut und ihrem Willen zur Verständigung – übrigens auch im Hinblick auf das Zusammenleben von Israelis und Palästinensern.



interne Schulveranstaltung

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Termine

Datum
Di. 28.01.2020
Uhrzeit
10:00 - 12:15 Uhr
Ort
Hellweg-Realschule



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